Chandra Kurt
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Comics-Autor Matthias Gnehm entwirft Flaschenetiketten

2006-07-31
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(von r. nach l.) Comic-Künstler Matthias Gnehm, Chandra Kurt, Provins-Önologin Madeleine Gay und Michel Logoz, bei der Lancierung der Weine.
Mit ihren inzwischen elf Jahrgängen geht die Kollektion der «Mémoires du Temps»-Weine der Walliser Kellerei Provins bereits ins zweite Jahrzehnt. Idee dabei ist die Kreation einer limitierten Abfüllung, die mit speziell gestalteten Etiketten versehen wird. Zwei Vorgaben sind dabei grundlegend: erstens müssen sie von einem Künstler gestaltet werden und zweitens müssen darauf für das jeweilige Jahr wichtige Ereignis abgebildet sein.
Mit der Kreation der sechs Originalillustrationen für die Ausgabe 2004 von «La Mémoire du Temps 2004» wurde der talentierte Comics-Autor Matthias Gnehm betraut. Auf der Grundlage von sechs wichtigen Ereignissen des Jahres, welche die Tage und Monate des aktuellen Geschehens von 2004 widerspiegeln, bevorzugte Matthias Gnehm die Form des Porträts in einer Reihe von Szenen mit raffinierter Ästhetik. Dank einfühlsamem Können interpretiert er in seinen Bildern gleichzeitig den Lauf der Zeit und den Adel des Weins. So knüpft er das Band, das Geschichte und Wein verbindet. 1970 in Zürich geboren, ist Matthias Gnehm gleichzeitig als Architekt und als Comic-Zeichner tätig. Seine Comics-Bibliographie verzeichnet viele Erfolge, unter denen «Bouffe et châtiment» 2001 mit dem «Prix Coup de Cœur» des internationalen Comics-Festivals von Sierre ausgezeichnet wurde. Zahlreiche Comics-Bände, Performance-Auftritte und Ausstellungen zeugen von seiner sehr persönlichen Sicht der Welt und offenbaren seinen wachen Sinn für die gesellschaftliche Satire. Matthias Gnehm lebt und arbeitet in Zürich.

Zum Wein:
Die Rebsorte Sauvignon Blanc wird im Wallis selten angebaut. Eine echte Rarität stellt sie aber als Spätlese dar, deren Trauben zudem teilweise mit der Edelfäule oder Botrytis cinerea befallen sind, dem berühmten Pilz, welchem wir die berühmtesten Likörweine der Welt verdanken. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der Verbindung der für den Sauvignon Blanc besonders geeigneten Rebberge von Conthey und den klimatischen Bedingungen des Herbsts 2004, der von besonders starken Tag/Nacht-Temperaturschwankungen geprägt war. Dieses Phänomen, welches das Wachstum der Edelfäule begünstigt, konzentrierte zudem die Zucker in den Beeren, was gleichzeitig zu einem verminderten Säure- und einem erhöhten Glycerolanteil führte.
In den ersten Dezembertagen 2004 gelesen, und zwar mit dem winzigen Ertrag von 2 dl pro Quadratmeter, brachte es dieser Sauvignon Blanc spielend auf sensationelle 160 Öchslegrad. Weinmacherin Madeleine Gay liebt die «Grains nobles», die natürlichen Süssweine, und ist eine Expertin in der heiklen Kunst, derart alkoholreiche Moste zu vinifizieren. Sie führte die Gärprozesse auf feiner Hefe durch und baute den Wein während 14 Monaten in 225-Liter-Barriques aus.
Das Ergebnis ist eine echte Pracht an Anmut und Lebhaftigkeit. Der Sauvignon Blanc der «La Mémoire du Temps 2004» ist ebenso harmonisch wie vornehm. Er besitzt den Reichtum, die Wucht, Alkoholfülle und Komplexität der grossen Likörweine, jedoch mit einer perfekten Säure, die ihn vor jedem plumpen Beigeschmack bewahrt. Mit einen wahren Explosion von Aromen, Düften von knospenden Cassisblüten, Buchs, Ginster (typisch für diese Rebsorte) mischen sich Noten von exotischen Früchten und eingekochten Beeren. Die Vitalität und Rasse dieses köstlichen Weins hat etwas Einzigartiges, das jeder Weinliebhaber kennen sollte. Im Lauf der Zeit werden sich die aromatische Vielschichtigkeit und die Empfindungen von Geschmeidigkeit und intensiver Geschmacksvielfalt noch verstärken.


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Die sechs Etiketten wurden von Mathias Gnehm entwickelt.


Bestelladresse:

http://www.provins.ch/de/vins/gammes/mmt/?alt_view=ViewVin&no_vin=25139