Die Schweizer Autorin Chandra Kurt hat in „Sex Sells“ über 150 Sujets zusammengestellt und witzig kommentiert, in denen nicht das beworbene Produkt, sondern die nackte Haut im Vordergrund steht. Denn ohne Ironie versteht man wohl kaum, warum eine Frauenbrust mit einer Hotelklingel verglichen wird, ER lasziv in den Slip greift, um sein Handy zu suchen, oder SIE nach dem Auftragen von Yves Saint Laurents Opium in Ohnmacht fällt – nackt natürlich bis auf die high heels.
Die Beispiele sind keine Ausnahme, sondern Alltag in der Werbelandschaft. Trendmagazine wie „Wallpaper“, „Vanity Fair“ oder „Vogue“ sind damit voll gepflastert. Ganz zu schweigen von Nachrichtenmagazinen wie „Spiegel“, „Focus“ und „Stern“. „Sex Sells“ ist eine entblössende Reise durch die moderne Welt kreativen Schaffens. Wem nichts Originelles einfällt, der zeigt viel Haut und lüsterne Sexspielchen. Alle reden über Sex, die Werbung zeigt ihn. Vorhang auf für Voyeure!


