Chandra Kurt
Chandra Kurt

Sex Sells


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Sex Sells Warum man sich für Werbung auszieht Orell Füssli Verlag, Zürich 2004 224 Seiten, ca. 160 Fotos, broschiert ISBN 3-280-05082-0
Louis Vuitton, BMW, Lavazza und American Express haben eines gemeinsam: sie lassen für ihre Werbekampagnen die Hüllen fallen. Ob Frau mit Mann, Frau mit Frau, oder Frau mit Tier – Hauptsache man(n) schaut hin. Oder gibt es einen anderen Grund, warum sich weibliche wie männliche Modells in den unterschiedlichsten Positionen und Kombinationen auf den Werbeflächen räkeln müssen?

Die Schweizer Autorin Chandra Kurt hat in „Sex Sells“ über 150 Sujets zusammengestellt und witzig kommentiert, in denen nicht das beworbene Produkt, sondern die nackte Haut im Vordergrund steht. Denn ohne Ironie versteht man wohl kaum, warum eine Frauenbrust mit einer Hotelklingel verglichen wird, ER lasziv in den Slip greift, um sein Handy zu suchen, oder SIE nach dem Auftragen von Yves Saint Laurents Opium in Ohnmacht fällt – nackt natürlich bis auf die high heels.

Die Beispiele sind keine Ausnahme, sondern Alltag in der Werbelandschaft. Trendmagazine wie „Wallpaper“, „Vanity Fair“ oder „Vogue“ sind damit voll gepflastert. Ganz zu schweigen von Nachrichtenmagazinen wie „Spiegel“, „Focus“ und „Stern“. „Sex Sells“ ist eine entblössende Reise durch die moderne Welt kreativen Schaffens. Wem nichts Originelles einfällt, der zeigt viel Haut und lüsterne Sexspielchen. Alle reden über Sex, die Werbung zeigt ihn. Vorhang auf für Voyeure!




Rezension in der «Financial Times Deutschland» / 2004-05-12


Beispielsseiten aus «Sex Sells»